Eine neue Haustür ist an einem Tag eingebaut. Morgens kommt die alte Tür heraus, abends schließt die neue. Damit das klappt, muss vorher richtig gemessen werden, und beim Einbau entscheiden Schwelle, Befestigung und Abdichtung darüber, ob die Tür jahrzehntelang dicht hält. Diese Seite zeigt, wie der Austausch abläuft, worauf Du achten solltest und was Fachbetriebe als RAL-Montage bezeichnen.

Schnitt durch die Türschwelle: Aluminiumrahmen auf gedämmtem Bodeneinstandsprofil mit Dichtungen

Vor dem Einbau: das Aufmaß

Gemessen wird die Maueröffnung, nicht die alte Tür. Breite an drei Stellen (oben, Mitte, unten), Höhe links, Mitte und rechts, jeweils das kleinste Maß zählt. Davon gehen die Anschlussfugen ab, rundum etwa 10 bis 15 mm. Wichtig ist auch die Höhe des fertigen Fußbodens innen und außen, weil sich danach die Schwelle richtet. Wie Breite und Höhe zusammenhängen, steht im Ratgeber Haustür Breite und Maße.

Der Austausch in sieben Schritten

  1. Alte Tür aushängen, Rahmen heraustrennen, Leibung von Mörtel und Schaumresten befreien.
  2. Bodeneinstandsprofil setzen: Es trägt die neue Tür, gleicht Höhen aus und trennt sie thermisch vom Fundament.
  3. Rahmen einsetzen, mit Klötzen lot- und waagerecht ausrichten, Diagonalen prüfen.
  4. Rahmen mit Rahmendübeln oder Montageankern im Mauerwerk befestigen, besonders an Bändern und Schloss.
  5. Türflügel einhängen, Bänder einstellen, Schließteile justieren, Verriegelung testen.
  6. Fugen abdichten: innen luftdicht, außen schlagregendicht, dazwischen dämmen.
  7. Leibung beiputzen oder mit Abdeckleisten schließen, Schwelle anschließen, Dichtungen prüfen.

Schwelle und Bodeneinstandsprofil

Unten entscheidet sich, ob Wasser und Kälte draußen bleiben. Das Bodeneinstandsprofil unter dem Rahmen ist gedämmt und hebt die Tür auf die richtige Höhe. Darauf sitzt eine flache, thermisch getrennte Schwelle, heute meist nur 20 mm hoch oder ganz barrierefrei mit Magnet- oder Absenkdichtung. Außen muss das Pflaster leicht vom Haus weg fallen, damit sich kein Wasser vor der Tür staut.

Abdichtung nach RAL-Montage

Die RAL-Montage folgt dem Grundsatz „innen dichter als außen“. Innen verhindert ein Dichtband, dass warme Raumluft in die Fuge zieht und dort kondensiert. Außen hält ein schlagregendichtes, aber dampfoffenes Band das Wetter ab. Dazwischen liegt Dämmung, kein reiner Bauschaum ohne Bänder. Wer das beachtet, vermeidet Schimmel an der Leibung.

Selbst einbauen oder einbauen lassen?

Mit Erfahrung, zwei Helfern und dem richtigen Werkzeug ist der Einbau selbst möglich. Eine Haustür wiegt aber schnell 80 bis 120 kg, und Fehler an Schwelle und Abdichtung zeigen sich erst Jahre später. Viele lassen deshalb einen Fachbetrieb einbauen; die Garantie auf Dichtheit und Funktion hängt oft an der fachgerechten Montage. Welche Türen es gibt, zeigt die Übersicht der Eingangstüren.

Häufige Fragen zum Einbau einer Haustür

Wie lange dauert der Einbau einer Haustür?

Ein geübter Monteur braucht für Ausbau und Einbau einen Tag. Beiputzen der Leibung kann einen zweiten Termin brauchen.

Muss ich beim Austausch einen Bauantrag stellen?

Für den Austausch gegen eine Tür derselben Größe nicht. Bei denkmalgeschützten Häusern und beim Vergrößern der Öffnung kann eine Genehmigung nötig sein.

Was ist ein Bodeneinstandsprofil?

Ein gedämmtes Profil unter dem Türrahmen, das die Tür trägt, Höhen ausgleicht und Kältebrücken zum Fundament verhindert.

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